Gemeinsam
erhaltenswerte
Gebäude retten

Wir machen gefährdete Gebäude sichtbar und stoßen konkrete Rettungsprozesse an.

Kennst du ein gefährdetes Gebäude?
Reiche es hier ein.

Viele Gebäude stehen leer oder sind vom Abriss bedroht, obwohl sie noch großes Potenzial haben. Die OrangeListe macht diese Orte sichtbar und stößt erste Rettungsschritte an.

Reiche ein Gebäude ein und hilf dabei, Bestand zu erhalten, bevor er verschwindet. Die Einreichung ist unverbindlich. Wir schauen uns jeden Fall persönlich an, prüfen die Situation und melden uns bei dir zurück.

Du musst nicht alle Informationen haben. Oft reicht schon ein Hinweis, damit aus Leerstand wieder Zukunft werden kann.

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Sind Eigentümer:innen bekannt?

Wie läuft der Prozess ab und was bedeuten die 4 Farben?

Der Umgang mit unserem Gebäudebestand funktioniert heute oft nicht ausreichend: Leerstand trotz Wohnraumbedarf, der Verlust von Baukultur und Ortskernen sowie ein hoher Ressourcenverbrauch durch Abriss und Neubau
Gleichzeitig verhindern komplexe Förderstrukturen, unklare Zuständigkeiten, fehlende Sichtbarkeit und ein stark auf Neubau ausgerichtetes System, dass vorhandene Gebäude weitergedacht werden.

Das Problem beginnt oft viel früher. Viele Gebäude werden nicht abgerissen, weil es keine Lösungen gibt, sondern weil niemand den Prozess beginnt. Gebäude bleiben in einem Zwischenzustand:
zu komplex für Eigentümer:innen, zu unklar für Kommunen, zu unsichtbar für Öffentlichkeit und Fachwelt.

Genau hier setzt die OrangeListe an. Wir arbeiten nicht als klassische Projektentwicklung, sondern dort, wo Prozesse oft noch gar nicht begonnen haben:
Bevor Fördermittel greifen. Bevor Planung startet. Bevor überhaupt klar ist, wie es weitergehen kann.

Die OrangeListe macht gefährdete Gebäude sichtbar, bringt die richtigen Menschen mit den richtigen Orten zusammen und schafft die Voraussetzungen dafür, dass aus einem Leerstand wieder ein Prozess entstehen kann. Denn hier beginnt die konkrete Veränderung.

Unsere Wirkung entsteht auf mehreren Ebenen:

Die OrangeListe verbindet Sichtbarkeit, Vernetzung und konkrete Aktivierung.
Unsere Formate setzen dort an, wo Gebäude feststecken – bevor Planung, Förderung oder Entwicklung überhaupt beginnen.

1. Der Basisbetrieb der OrangeListe

Die gemeinnützige Grundlage zur Aktivierung gefährdeter Gebäude
Gebäude können niedrigschwellig eingereicht werden. Wir prüfen die Situation, machen relevante Fälle sichtbar und bringen erste Prozesse in Bewegung. Mehr hierzu findest du in der Rubrik "Wie funktioniert die OrangeListe.com?"

2. Hackathon für gefährdete Gebäude

In einem kompakten ein- bis zweitägigem Format bringen wir Eigentümer:innen, Kommunen, Fachleute und Engagierte zusammen, um erste konkrete Perspektiven für gefährdete Gebäude zu entwickeln.

Im Mittelpunkt steht die ganzheitliche Betrachtung komplexer Bestandsfragen. In thematischen Arbeitsgruppen werden unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt: Von Nutzung und Betrieb über Konstruktion, Energie, Finanzierung und Baukultur bis hin zu rechtlichen und organisatorischen Fragestellungen.
Ziel ist es, die Komplexität von Gebäuderettung nicht zu reduzieren, sondern ihr mit gebündeltem Wissen und gemeinsamer Arbeit zu begegnen.

Die Ergebnisse des Hackathons schaffen einen belastbaren Startpunkt für weitere Prozesse und Planungen.

3. Leerstandskümmerer:innen

Eine Person, die sich kümmert, bevor Gebäude verloren gehen

Viele Gebäude scheitern nicht an fehlenden Möglichkeiten, sondern daran, dass niemand den Prozess initiiert und dauerhaft begleitet. Vor allem im kommunalen Zusammenhang ist weitläufiger Leerstand ein weitreichendes Problem, das die Städte und gemeidnen jedoch oft an ihre verwaltungstechnischen grenzen bringt. Leerstandskümmerer:innen unterstützen Kommunen indem sie als Ansprechpartner:in vor Ort Prozesse koordinieren, Eigentümer:innen begleiten und zusammen mit der Kommune Rettungsschritte initiieren

➜ Leerstandskümmerer:innen verbindet Menschen, Wissen und Handlungsmöglichkeiten vor Ort.

4. Ersteinschätzungen und Portfolioanalysen

Nicht jedes Gebäude und nicht jede Situation braucht das gleiche Vorgehen. Deshalb unterstützt die OrangeListe auch mit individuellen Einschätzungen und individuellen Formaten.

Wir analysieren einzelne Gebäude oder größere Bestände hinsichtlich Potenzial, Gefährdung, Rettungsfähigkeit und möglicher nächster Schritte. Dabei unterstützen wir Eigentümer:innen, Kommunen, Organisationen und Bestandshalter dabei, Leerstand frühzeitig zu einzuordnen und strategisch weiterzudenken.
Je nach Bedarf entstehen daraus erste individuelle Handlungsempfehlungen, Aktivierungsstrategien oder Beteiligungsformate rund um die Rettung und Weiterentwicklung von Bestandsgebäuden.

5. Woran wir aktuell arbeiten: Bildungsformate & Forschungsarbeit

Die OrangeListe versteht Gebäuderettung nicht nur als Einzelprojekt, sondern als Lern- und Entwicklungsprozess. Deshalb arbeiten wir an Bildungsformaten, die Fachleute, Kommunen, Organisationen und Engagierte befähigen, selbst aktiv im Gebäudebestand zu handeln.
Gleichzeitig entsteht durch die eingereichten Gebäude eine wachsende Datenbank zum Zustand, Potenzial und Umgang mit Leerstand in Deutschland. Diese Erkenntnisse sollen in Forschungsarbeiten zur Rettungsfähigkeit und zum Entwicklungspotenzial von Bestandsgebäuden einfließen. Ziel ist es, Muster sichtbar zu machen, Prozesse besser zu verstehen und neue effektive Werkzeuge für die Bauwende im Bestand zu entwickeln.

Impressionen Hackathon auf der Denkmalmesse Leipzig

Die OrangeListe wurde aus der praktischen Arbeit im Bauen im Bestand heraus initiiert.

Impulsgeberin ist die DenkMalRegenerativ GmbH, ein spezialisiertes Planungs- und Entwicklungsbüro mit umfassender Erfahrung in Sanierung, Umnutzung und Revitalisierung bestehender Gebäude. DenkMalRegenerativ bleibt der Initiative als fachliche Treiberin, Initiatorin und zentrale Unterstützerin eng verbunden. Bauliche Expertise, Netzwerk und Umsetzungswissen fließen kontinuierlich in die Arbeit ein.
Die KU Kreatives Unternehmertum gGmbH übernimmt als gemeinnütziger Träger die Verantwortung für die Bereiche Bildung, Befähigung, Forschung und unternehmerische Entwicklung. Ziel ist es, Menschen und Organisationen in die Lage zu versetzen, Bauwende im Bestand eigenständig umzusetzen. Lernen, Erproben und Handeln werden systematisch miteinander verbunden.

Durch diese Struktur entsteht ein belastbares Fundament, das Praxis und Bildungsarbeit zusammenführt und die OrangeListe langfristig stärkt.

Heute ist die OrangeListe darüber hinaus ein kollektives Vorhaben. Sie ist mehr als ein Projekt einzelner Akteur:innen und versteht sich als offene Plattform für alle, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung von Gebäuden einsetzen wollen.
Die OrangeListe wird getragen von einem wachsenden Netzwerk aus engagierten Bürger:innen, Fachleuten, Initiativen, Kommunen, Hochschulen und weiteren Partner:innen. Sie ist bewusst offen angelegt und lädt zur aktiven Teilhabe ein.

Die Bau(kultur)-wende braucht eine starke Haltungsgemeinschaft – deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen Stimmen der Baubranche zusammenzubringen, um gemeinsam gegen Abriss und Leerstand vorzugehen. Unser Netzwerk bildet eine breite Palette von Expert:innen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft und Fachbereichen ab.

Was uns und unser Netzwerk verbindet, ist der Fokus auf Erhalt von Gebäuden.

Die Haltungsgemeinschaft besteht aus Partner:innen, die aktiv durch Spenden und Sponsoring unterstützen sowie ideellen Mitstreiter:innen, die durch ihr Wirken im Hintergrund für öffentlichen Rückhalt sorgen.

Hauptinitiatorin & Bildungspartnerin

Partner:innen

Um die Fachthemen und Inhalte der Kampagne auch in einen gesellschaftspolitischen Diskurs zu übertragen, wurde ein Schirmherrschaftskomitee der OrangeListe in's Leben gerufen, welches sich aus politischen Vertreter:innen aus den Ländern und dem Bund zusammensetzt. Ihre Vision für eine nachhaltige und bewahrende Baukultur macht sie zu unverzichtbaren Partner:innen in unserem Bestreben, den bedrohten Bestand zu retten und zukunftsfähige Lebensräume zu schaffen.